Heizkörper

Heizkörper lackieren

Sie möchten Ihren Heizkörper lackieren? Sie sind sich aber nicht sicher welches Material Sie einsetzen sollen? Einen normalen Lack, einen Heizkörperlack? Den gibt es aber nur in Weiß? Lösemittelhaltig oder Wasserbasis?
Stellen Sie sich diese Fragen? Dann sind Sie hier genau richtig!

Heizköper lackieren: Die Vorbereitung

Es gibt verschiedene Ansätze einen Warmwasserheizkörper zu lackieren. Doch um einen Arbeitsschritt kommen Sie leider nicht herum: Das Reinigen bzw. Anschleifen des Heizkörpers. Hier kann es erforderlich sein, den Heizkörper komplett anzuschleifen – oder es genügt das Abwaschen mit einem Anlauger. Dieser reinigt und raut durch feine Zusätze die Oberfläche etwas auf. Die Vorgehensweise, ob nun anschleifen oder anlaugen, ist von Objekt zu Objekt unterschiedlich und muss individuell geprüft werden. In der Regel genügt aber das Abwaschen mit einem Anlauger bzw. das Anlaugen. Gerade bei älteren Gliederheizkörpern erleichtert das Anlaugen die Arbeit ungemein, da Sie beim schleifen nur ehr beschwerlich in die einzelnen Zwischenräume hineinkommen.

Anlauger

Ist der Untergrund soweit vorbereitet können Sie mit dem
lackieren oder lasieren der Holzdecke beginnen.

Heizkörper lackieren: Glanzgrad und Farbton

Nun werden Sie vor die Entscheidung gestellt ob Sie Ihren Heizkörper gerne weiß oder farbig lackieren und welchen Glanzgrad Sie verwenden möchten. Früher war der Standard-Heizkörperlack weiß und glänzend. Dies hat sich aber heutzutage etwas geändert. Zwar gibt es nach wie vor den Standard Heizkörperlack, aber es gibt auch Alternativen. Also sollten Sie sich zuerst im Klaren sein welche Farbe und welchen Glanzgrad Ihr Heizkörper später haben soll. Die Glanzgrade werden in der Regel in Matt, Seidenglanz und Glänzend unterteilt. Es gibt zwar auch Stumpfmatt, Seidenmatt und Hochglänzend, diese Unterscheiden sich aber nur minimal von den oben genannten.
Leben Sie in einem Altbau mit klassischen Heizkörpern, wird für Sie die Standard-Variante in Frage kommen. Früher wurden Heizkörper vorwiegend glänzend lackiert. In neueren Gebäuden bzw. auf neueren Heizkörpern werden eher seidenmatte Oberflächen verwendet.

Wasserbasiert oder lösemittelhaltig?

Haben Sie sich für ein Glanzgrad und einen Farbton entschieden können Sie zwischen einem lösemittelhaltigen oder wasserbasierten Lack wählen. Auch hier würde ich den wasserbasierten Lack dringend im bewohnten Bereich bevorzugen. Ist das Objekt unbewohnt kann gerne auch das lösemittelhaltige Produkt eingesetzt werden. Von der Widerstandsfähigkeit geben sich die beiden Produkte mittlerweile nicht mehr viel.

Sie wissen nun was Sie einsetzen müssen? Nein?
Also wenn Sie sich für weiß entschieden haben sollten Sie dringend einen Heizkörperlack verwenden. Dieser ist vergilbungsfrei und für die Verwendung auf Heizkörpern optimiert. Weiße Heizkörperlacke gibt es in glänzend und seidenglänzend, als lösemittelhaltige und wasserbasierte Variante:

Lösemittelhaltig
glänzend
Wasserbasis
glänzend
Wasserbasis
seidenglanz

Die empfohlenen Werkzeuge stelle ich im Werkzeugmenü vor. In der Regel benötigen Sie eine Farbwanne, eine Rolle oder einen Pinsel, Klebeband und Abdeckmaterial für den Fußboden. Wenn Sie sich für die lösemittelhaltige Variante entschieden haben, sollten Sie auch noch einen Pinselreiniger kaufen, sonst bekommen Sie den Pinsel nicht mehr sauber. Wenn Sie ordentliches Werkzeug verwenden, lohnt sich das Reinigen. Aber dazu mehr im Werkzeugmenü. Nur eine Bitte: Sparen Sie nie am Werkzeug!!! Alle hier genannten Produkte können Sie natürlich streichen, rollen und spritzen.

Heizkörper farbig lackieren mit PU-Acryllack

Haben Sie sich für die farbige Variante entschieden, können Sie einen PU-Acryllack einsetzen. In der Regel eignen sich alle hochwertigen Acryl-PU-Lacke für Warmwasserheizkörper, wenn sie eingefärbt werden. Nur ein weißer Lack Acryl-PU-Lack würde auf einem Heizkörper mit der Zeit vergilben, da er nicht Hitzebeständig ist. Aber achten Sie darauf das der Hersteller dies auch in seinem technischen Merkblatt angibt. (Für Warmwasserheizköper bis 80 C° oder für Heizungsanlagen geeignet) Wenn Sie einen bestimmten Farbton benötigen schreiben Sie mir gerne eine Nachricht an: mischservice@derlackprofi.eu Ich werde mich dann mit Ihnen in Verbindung setzen. Die meistens dieser Lacke haben übrigens auch ein Prüfzeugnis für Kinderspielzeug.
Bitte nicht in den nächsten Baumarkt rennen und nur nach einem Acryllack fragen. Dieser muss für Heizkörper geeignet sein. Lassen Sie sich ggfls. das technische Merkblatt ausdrucken. Wenn Sie mit der Arbeit fertig sind wünschen Sie sich das sich Ihre Arbeit auch gelohnt hat und der Heizkörper für lange Zeit in diesem Glanz erstrahlt. Bitte nicht am Material sparen, denn das ist es was am Ende der Beanspruchung standhalten muss.

Heizkörper lackieren mit Heizkörperlack aus der Sprühdose

Um das Ganze zu komplettieren stelle ich Ihnen jetzt noch eine weitere Variante der Heizkörperlacke vor. Heizkörperlack aus der Sprühdose. Diesen gibt es wiederum als wasserbasierte und lösemittelhaltige Variante in den Glanzgraden seidenglanz und glänzend. Bitte unterschätzen Sie bei diesem Material nicht den Sprühnebel des Lackes. Ist das Objekt bewohnt empfehle ich wieder die wasserbasierte Variante. Weiterhin sollten Sie alle Möbel und den Fußboden und angrenzende Bereiche gut abdecken, sodass nichts durch den Sprühnebel verschmutzt wird. Außerdem sollten Sie eine Atemschutzmaske zum Schutz vor dem Sprühnebel tragen. Auch bei dieser Variante gilt natürlich schleifen (anlaugen), lose stellen entfernen, reinigen und lackieren.

Materialliste:

  • Schleifmittel (Schleifpapier oder Vlies)
  • Reiniger / Entfettungsmittel
  • Pinsel oder Rolle
  • Farbwanne
  • Abdeckmaterial und Klebeband
  • Lack

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