Gartenhaus

Gartenhaus streichen

Sie möchten Ihr Gartenhaus aufbereiten oder Ihr neues Gartenhaus streichen? Sie sind sich nicht sicher was Sie einsetzen müssen? Eine Grundierung oder einen Lack? Eine Dünnschicht, Mittelschicht oder Dickschichtlasur? Ein Öl? Müssen Sie nur anschleifen oder alles abschleifen? Stellen Sie sich diese Fragen? Dann sind Sie hier genau richtig!

Zuerst einmal müssen wir herausfinden welchen „Untergrund“ Ihr Gartenhaus hat bzw. womit Ihr Gartenhaus beschichtet ist. Haben Sie einen rohen Holzuntergrund, also unbehandelt? Oder haben Sie bereits grundiertes oder lackiertes Holz? Oder ist das Holz bereits mit einer Lasur behandelt? Schauen Sie sich dazu noch einmal auf der Startseite die Grundlagen an.

Gartenhaus rechtzeitig lackieren oder lasieren

Stark verwittertes Holz

Sieht Ihr Gartenhaus bereits so aus, haben Sie einen hohen Mehraufwand durch abschleifen der alten Lackschicht. Denn alles was lose ist, muss weg. Lackierte und lasierte Holzuntergründe müssen im Außenbereich regelmäßig auf Beschädigungen untersucht werden. Sie haben ein kürzeres Renovierungsintervall wie Holzuntergründe in geschützten Bereichen. Bitte lassen Sie sich nicht von Herstellerangaben blenden. Eine Lasur oder ein Lack kann 10 Jahre halten, er kann aber auch nach 3 Jahren bereits renovierungsbedürftig sein.

Auf den Standort kommt es an. Haben Sie am Gartenhaus eine ungeschützte Wetterseite, werden Sie dort am schnellsten erste Beschädigungen feststellen. Ist eine Seite dem Wetter abgeneigt oder gut geschützt kann diese auch nach vielen Jahren noch wie neu aussehen! Dies müssen Sie immer bedenken.

1. Gartenhaus streichen: Untergrundvorbehandlung

1.1 Unbehandeltes, rohes Holz

Zuerst kommt es auf die Holzart an, die Beschichtet werden soll. Ich gehe in diesem Blog von einem Nadelholz aus, was zu 90 % der Fall sein wird. Bei bestimmten Hölzern müssen Sie mit einem Imprägniergrund grundieren, zum Schutz gegen Bläue und holzzerstörende Pilze. Hier sehen Sie eine Übersicht, welche Hölzer damit behandelt werden müssen und welche nicht (Quelle: Gori):

Bläueschutz erforderlich

  • Eiche (weiß) Europa (Splintholz)
  • Fichte
  • Hemlock
  • Kiefer (Splintholz)
  • Lärche (Splintholz)
  • Oregon–Pine (Douglasie) Splintholz
  • Plantagenkiefern, z.B. Radiata pine
  • Red – Meranti (Splintholz)
  • Sitka – Fichte
  • Tanne

Bläueschutz nicht erforderlich

  • Afzelia (Doussie)
  • Amerikanischer Mahagoni
  • Bangkirai (Yellow Balau)
  • Eiche (weiß) Europa (Kernholz)
  • Eukalyptus
  • Blue Gum (Eucalyptus globulus)
  • Framire
  • Iroko (Kambala)
  • Kiefer (Kernholz)
  • Lärche (Kernholz)

Wie immer muss der Untergrund trocken, sauber, tragfähig, fett- und wachsfrei sein. Harzstellen können Sie auskratzen und mit Nitro-Universalverdünnung reinigen. Diese Ausharzungen werden aber, je nach Holz, immer wieder kommen. Ist Ihr Untergrund vorbehandelt können Sie den Imprägniergrund auftragen. Dieses Material ist dünn wie Wasser und wird daher am besten mit einem Pinsel oder Bürste aufgetragen. Das Material sollte vollflächig und satt aufgetragen werden. Die Trockenzeiten des Herstellers müssen dringend eingehalten werden um Haftungsprobleme des Folgeanstrichs zu vermeiden.

Gori 28
Lösemittelhaltig

Alkydharz
Verbrauch:
4-7 qm pro Liter
je nach Untergrund
Überstreichbar: 24h

Gori 17
Wasserbasiert

Alkydharz
Verbrauch:
5-7 qm Liter
je nach Untergrund
Überstreichbar: 4h

1.2 Bereits lackiertes oder lasiertes Holz

Ist Ihr Gartenhaus bereits beschichtet, heißt es zuerst einmal anschleifen. Sie müssen den alten Lasur bzw. Lackfilm aufrauen um einen tragfähigen Untergrund für den folgenden Anstrich zu schaffen. Weiterhin müssen alle Verschmutzungen entfernt werden. Ist der Untergrund bereits so verwittert wie im Bild weiter oben, müssen Sie alle losen Teile entfernen und schleifen bis Sie wieder gesundes, tragfähiges Holz vorfinden. Dieser Arbeitsschritt ist besonders wichtig um eine dauerhafte Haftung des Anstriches zu gewährleisten.

2. Gartenhaus deckend lackieren: Welcher Lack?

Sie haben sich dazu entschieden Ihr Haus deckend zu lackieren oder haben ein bereits lackiertes Gartenhaus? Haben Sie die vorarbeiten wie oben beschrieben erledigt, können Sie mit dem lackieren beginnen. Im Falle des lackierten Holzes und dem gleichen Farbton, müssen Sie nun nur eine Schicht vom Lackmaterial aufbringen. Möchten Sie einen anderen Farbton, müssen Sie in der Regel 2 mal lackieren um ein ordentliches Ergebnis zu erzielen.
Genauso auch beim grundierten Holz. Hier sollten Sie nun den ersten Anstrich mit ein wenig Wasser verdünnen und anschließend den zweiten Anstrich unverdünnt auftragen.

Es geht bald weiter…

5 Kommentare

  1. Hallo, wir haben ein Gartenhaus in Blockbohlenbauweise 40 mm stark mit Nut und Feder gekauft. Tragen wir Grundierung und Lasur vor dem Aufbau oder erst im zusammengebauten Zustand auf?

  2. Hallo,
    kann ich auch ein bereits lasiertes Gartenhaus neu mit Lack überstreichen,
    nachdem ich es grob angeschliffen habe?

    Vielen Dank für ihre Antwort.
    Gruß Philipp

    1. Ja, das geht ohne Probleme. Vorausgesetzt die Lasur hält ordentlich auf dem Holz (Kein blättern – alles lose entfernen)

      Gruß
      Daniel

  3. Kann mann ein bereits lackiertes Blockhaus mit Lasur nach streichen.?
    Oder muss mann das erneut mit Lack machen.?

    MfG G.Arendse

    1. Wenn Sie auf einem Lack (deckend) eine Lasur auftragen sehen Sie den darunterliegenden Lack. Es würde also nicht bringen. Lasur = lasierend = nicht deckend. Es gibt aber Systeme mit denen Sie das nochmal hinbekommen, dazu muss aber der Grundfarbton (Lack) zur nachfolgenden Lasur passen. (Dunkelbraun zu nussbaum oder beige zu eiche usw.)

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.